Elternbrief vom 20.5.2021

Informationen zum Schulbetrieb nach den Pfingstferien

Liebe Eltern,

die Pfingstferien stehen vor der Tür und nach ihnen die letzten Unterrichtswochen eines in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Schuljahres. Deshalb möchte ich Sie noch einmal über ein paar wichtige Punkte informieren.

Schließung und Öffnung der Schulen ist nach wie vor an die Inzidenzzahl geknüpft. In einem unlängst eingegangenen Brief des Kultusministeriums heißt es dazu:

„Für alle Schularten gilt: Unterhalb der lnzidenz von 50 kehren die Schulen zu einem Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen zurück. Der Wechselunterricht kann dann also beendet werden, das Abstandsgebot ist nicht mehr einzuhalten. Die Testpflicht und die Maskenpflicht bleiben aber bestehen. Tagesausflüge sind wieder zulässig. Mehrtägige außerunterrichtliche Veranstaltungen bleiben hingegen untersagt.“

An den weiterführenden Schulen bleibt es bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 zunächst beim Wechselunterricht. Das Ministerium führt aber weiter aus:

„Für den Zeitraum nach den Pfingstferien ist jedoch eine Anpassung dieser Regelung beabsichtigt. Für die ersten beiden Wochen soll es beim Wechselunterricht bleiben. Ab der dritten Woche nach den Pfingstferien soll eine Rückkehr in den Präsenzunterricht unter Pandemiebedingungen möglich werden, sofern der lnzidenzwert im Stadt- oder Landkreis stabil unter 100 liegt.“

Bei einer Inzidenzzahl zwischen 100 und 165 ist Wechselunterricht vorgesehen, ab 165 Präsenzunterricht untersagt.

Für die jeweilige Stufe gilt:

„Die Einschränkungen setzen voraus, dass der maßgebliche Schwellenwert drei Tage in Folge überschritten ist, sie treten außer Kraft, sofern der Schwellenwert fünf Tage in Folge unterschritten ist. Wann dies der Fall ist, gibt das Gesundheitsamt bekannt. Die Rechtswirkungen treten am übernächsten Tag nach der Bekanntmachung ein.“

Wie es an unserer Schule nach den Pfingstferien weitergeht, hängt demnach also maßgeblich vom Infektionsgeschehen in der zweiten Ferienwoche ab. Dem Stufenplan oben können Sie entnehmen, dass die Schule gezwungenermaßen nur kurzfristig reagieren kann, wenn die Inzidenzzahl nicht deutlich unter oder über dem Schwellenwert der nächsten Öffnungsstufe liegt. Im Falle Präsenzunterricht überhaupt möglich sein sollte, rechnen wir zunächst mit Wechselunterricht. Wir möchten dann den Schülerinnen und Schülern der Gruppe B, die noch keine Gelegenheit zum Schulbesuch hatten, den Vortritt lassen. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein negativer Schnelltest, den wir vor Ort durchführen. Dafür brauchen wir Ihr Einverständnis. Das entsprechende Formular dafür finden sie auf unserer Homepage: https://www.pg-tailfingen.de/aktuelles/ansehen/51.

Zwei Themen, die uns alle umtreiben, sind Klassenarbeiten und die Notengebung für das Jahresendzeugnis. Bezüglich der Durchführung von Klassenarbeiten gab es in den letzten Wochen einige Änderungen und demzufolge Unsicherheiten bei allen Beteiligten. Das Progymnasium hat sich entschieden, einer Empfehlung des Regierungspräsidiums zu folgen, und bis zum Schuljahresende ausschließlich noch Klassenarbeiten in denjenigen Hauptfächern zu schreiben, in denen im 2. Halbjahr noch keine schriftliche Arbeit erstellt wurde. In den Nebenfächern wird es folglich keine Klassenarbeiten mehr geben.

In den „Qualitätsstandards Fernunterricht (Grundsätze für den Fernunterricht im Schuljahr 2020/2021)“ heißt es zu den Leistungsfeststellungen:

„3. Leistungsfeststellungen

  • Grundsätzlich können alle Leistungen, die im (Fern-) Unterricht erbracht wurden, in die Leistungsfeststellung einbezogen werden.

  • Mündliche Leistungsfeststellungen sind auch im Fernunterricht möglich.

  • Schriftliche Leistungsfeststellungen sind aus Gründen der Chancengleichheit grundsätzlich im Präsenzunterricht zu erbringen.“

Punkt 3 schließt die Anfertigung schriftlicher Arbeiten nicht grundsätzlich aus, sofern sie Teil der Notengebung sind, müssen diese aber in die Mitarbeitsnote des jeweiligen Faches einfließen und folglich als mündliche Note gezählt werden.

Zu den Versetzungsentscheidungen geht aus dem Schreiben von Frau Eisenmann mit Datum vom 18. Februar 2021 hervor:

„Das Aufrücken in die nächsthöhere Klasse wird im Schuljahr 202012021 wieder von den Leistungen der Schülerinnen und Schülern bzw. den Regeln der einschlägigen Versetzungsordnungen abhängen. Ein ,,automatisches Aufrücken", wie es im vergangenen Schuljahr geregelt wurde, erfolgt also in diesem Schuljahr nicht.“

Wie im letzten Schuljahr ist auch dieses Jahr die freiwillige Wiederholung der Klassenstufe möglich, ohne dass diese als Wiederholung angerechnet wird. Die Möglichkeit der freiwilligen Wiederholung setzt voraus, dass die derzeitige Klassenstufe erfolgreich – mit Versetzung in die nächsthöhere Klassenstufe – besucht wurde. Sind die Vorgaben der Versetzungsordnung nicht erfüllt, ist die NichtVersetzung zwingend und muss als solche gewertet werden.

Nach zwei von der Pandemie geprägten Schuljahren empfinde ich persönlich die Gelegenheit zur freiwilligen Wiederholung der Klasse als eine echte Chance für leistungsschwache Schülerinnen und Schüler. Unter den gegebenen Bedingungen kommen verstärkt Rufe nach der Rückkehr zum 9jährigen Gymnasium auf. Durch die freiwillige Wiederholung haben Sie und Ihr Kind die Möglichkeit, sich dieses zusätzliche Jahr an Zeit zu nehmen.

Die Lehrkräfte des Progymnasiums sind von der Schulleitung angehalten, den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler in den nächsten Wochen zu erfassen, damit wir Sie nach Pfingsten zeitnah informieren können, falls wir Anlass zur Sorge sehen.

Ich freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit Ihnen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

 

Gez. Stephan Maulbetsch, Schulleiter

20.05.2021 | Maulbetsch

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